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Pfeifen - Information

Pfeifen - Information
Bei Pfeifen Information (Info) erfahren Sie alles rund um die Pfeifen und das Pfeifen rauchen.

Die Tabakspfeife ist ein Rauchinstrument, in dem in einer Brennkammer Tabak verbrannt und der Rauch durch ein Mundstück in den Mund aufgenommen wird. Die Tabakspfeife ist fast so lange bekannt wie das Tabakrauchen selbst und Bestandteil vieler nord- und südamerikanischer Kulturen. Das Pfeifenrauchen war neben dem Tabakschnupfen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die verbreitetste Art, Tabak zu konsumieren. Mittlerweile sind Tabakspfeifen und Pfeifenraucher durch die Verbreitung von Zigaretten und Zigarren in den Hintergrund gerückt.

 

Pfeifen Geschichte
Die beiden ältesten bekannten Pfeifenfunde stammen aus Poverty Point in Louisiana sowie von der Insel Marajo an der Amazonas-Mündung. Beide wurden auf die Zeit des 15. Jahrhundert v. Chr. datiert. Pfeifenähnliche Gegenstände waren zu jener Zeit auch im Nahen Osten bekannt, wo mit ihnen wahrscheinlich Hanf oder Opium konsumiert wurde.

In der Zeit vor Christoph Kolumbus war das Pfeifenrauchen im gesamten nördlichen Amerika bekannt, lediglich die Inuit sollen diese Sitte erst 100 Jahre nach Kolumbus übernommen haben. Meistens wurden die damaligen Pfeifen aus Holz, Horn, Catlinitstein oder Keramik hergestellt.

Die Friedenspfeife (Lakota: Chanunpa Wakan) ist noch heute ein bekanntes und gebräuchliches Symbol für eine Streitschlichtung. Die Friedenspfeife wurde früher „heilige Pfeife“ genannt und diente mehreren indianischen Ethnien, wie zum Beispiel den Lakota-Indianern, zum Gebet. Die „heilige Pfeife“ wurde auch zu Friedensabschlüssen, zur „Besiegelung“ von Freundschaften und während des Abschlusses von Verhandlungen, Geschäften und Verträgen geraucht. Daher prägten die weißen Einsiedler, die in diesen Zusammenhängen mit dem Ritual in Berührung kamen, den Begriff Friedenspfeife.
In der Indianerkultur und deren Glaube hat jeder Teil einer Tabakspfeife eine spezielle Bedeutung. Der Pfeifenkopf, in der Regel aus Catlinitstein gehauen und geschnitzt, steht für „Mutter Erde“. Der Pfeifenstiel steht für das menschliche Ich und die Herkunft des Menschen. Das Pfeifenrohr wird aus dem Holz der Weißesche herstellt und stellt das Pflanzenreich dar.

Seit durch die Kulturaustausche mit den Indianern mit dem Tabak auch die Tabakspfeife aus der Neuen Welt nach Europa kam haben sich bis heute keine grossen Veränderungen an der Pfeifenherstellung ergeben. Die ältesten europäischen Pfeifenfunde stammen aus Bad Abbach, Niederbayern und werden zeitlich auf die mittleren Bronzezeit (1600–1300 v.Chr.) datiert. Vermutlich wurden hiermit Obst, getrocknete Kräuter und/oder Hanf geraucht[1]. Jedoch verwendet man seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch Bruyèreholz zur Pfeifenherstellung und seit dem 20. Jahrhundert Maschinen für die Massenherstellung günstigerer Pfeifen.

Die typische Pfeifenform hat sich im Gegensatz zu den langen, dünnen Pfeifen der amerikanischen Ureinwohner stark verändert. Die Tabakspfeife wurde kürzer und kleiner, bekam einen größeren Kopf, kürzere Holme und gebogene Mundstücke. Die heute bekannte Tabakspfeifenform wird erst seit dem 18. Jahrhundert verwendet.

Die amerikanischen und europäischen Tonpfeifen blieben bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts das gebräuchlichste Rauchinstrument für Tabak und können durch die auf ihnen angebrachten Marken oder Aufschriften sehr exakt datiert werden. So können Tonpfeifen innerhalb einer archäologischen Grabung eine gute Datierungshilfe sein.

In den Niederlanden (vor allem die Stadt Gouda ist hierfür bekannt) wurden bis etwa 1900 lange, schmale Tonpfeifen geraucht. Auf den Gemälden Jan Steens, Jan Vermeers und anderer Meister aus dem 17. Jahrhundert sind sie oft abgebildet. Die Abbildung einer Pfeife hatte oft eine moralisierende Bedeutung. Sie galt, wie der Weinbecher und die Seifenblase, als Sinnbild der Unmäßigkeit oder der Eitelkeit.

Im Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach findet sich ein Loblied Johann Sebastian Bachs auf seine „Tobackspfeife“, in der er sich selbst mit dieser identifiziert und vergleicht.

Von vielen Leuten (u.a. von J. R. R. Tolkien) wird das Pfeifenrauchen, im Gegensatz zum Zigaretten oder Zigarrenrauchen, als eine Kunst bezeichnet, da das erfolgreiche Rauchen einer Pfeife dem Raucher ein nicht zu unterschätzendes Mass an Können und vor allem Erfahrung abverlange. Japanische Pfeifen heissen Kiseru.

 

Pfeifen Aufbau
Eine Tabakspfeife besteht meistens aus einer Kammer zur Verbrennung des Tabaks und einem Holm, der vom Pfeifenkopf aus im Mundstück endet. Das Mundstück wurde früher aus Naturkautschuk (Ebonit) gefertigt, ist aber heutzutage meistens aus hitzebeständigem synthetischen Kunststoff (Acryl) hergestellt und wird in den Holm eingesteckt. Ebonitmundstücke haben den Vorteil, dass ihr Biss weicher ist. Ihr entscheidender Nachteil ist aber, dass sie sich im Laufe der Zeit durch Oxidation grünlich verfärben und dann unangenehm schmecken. Um dieses zu verhindern müssen sie oft gereinigt und poliert werden. Verschiedentlich wird der Zapfen, der Teil des Mundstückes, der in den Pfeifenkopf gesteckt wird, aus Teflon gefertigt.

Der Pfeifenholm ist oft so gearbeitet, dass zwischen Kopf und Holm ein Filter eingesetzt werden kann. In Deutschland ist dieses System mit einer Auslegung für Filter mit einem Durchmesser von 9mm vorherrschend. Populärster Filterstoff ist dabei Aktivkohle. Jedoch sind auch filterlose Pfeifen oder Pfeifen mit anderen Filterformaten erhältlich. In vielen ausländischen Regionen und Staaten ist nur ein einziges bestimmtes Pfeifenformat erhältlich.

Der Tabakrauch wird von der Glutstelle durch den restlichen Tabak in den Holm gesogen, wo er eventuell gefiltert und durch das Mundstück in den Mund aufgenommen wird. Mundstücke, mit denen der Raucher die Pfeife mit den Zähnen im Mund halten kann, sind am weitesten verbreitet. Diese Form nennt man Normalbiss. Seltener sind Mundstücke, die so geformt sind, dass man die Pfeife sowohl mit den Lippen, als auch mit den Zähnen im Mund halten kann. Diese Mundstücke haben die etwas missverständliche Bezeichnung Lippenbissmundstück. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Rauchöffnung nach oben in Richtung des unempfindlicheren Gaumens gerichtet ist. Bei Normalbissmundstücken ist sie auf die geschmacks- und temperaturempfindlichere Zunge gerichtet. Durch die Abwinklung zum Gaumen lassen sich Lippenbissmundstücke schlechter reinigen. Einige Pfeifenhersteller legen diese speziellen Mundstücke einer Pfeife als Bonus bei.

 

Pfeifen Materialien
Das Material einer Pfeife hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Geschmack und die Ästhetik der Pfeife. Tabakspfeifen werden aus vielen verschiedenen Materialien gefertigt. Die am häufigsten benutzten sind Bruyère-Holz, Meerschaum, Ton oder andere Hölzer wie Kirschbaum und Olivenbaum.
Seltener hergestellt und daher sehr teuer sind Pfeifen aus den speziell gezüchteten afrikanischen Calabash-Kürbissen mit Meerschaumeinsatz. Glaspfeifen sind eher Kunstobjekte, wobei sie meistens zum Rauchen von Cannabis benutzt werden.
 


•Ton
Die ersten europäischen Tabakspfeifen wurden aus Ton gefertigt. Durch dieses beständige Material und die regional unterschiedlichen Formen und Herstellerstempel sind Tabakspfeifen zu wertvollen Datierungshilfen für Archäologen geworden. Auch Sammler begeistern sich für diese Art von Pfeifen. Tonpfeifen wurden im 19. Jahrhundert mehr und mehr durch Holzpfeifen verdrängt, die handlicher und nicht so zerbrechlich waren.
Heute werden Tonpfeifen wegen ihres geringen Anschaffungspreises noch als Gastpfeifen verwendet. Durch das hitzebeständige Material eignen sie sich außerdem als Probierpfeifen für neue Tabaksorten. Nach dem Gebrauch können sie durch Ausglühen wieder vollständig gereinigt werden.

•Bruyère
Die meisten der heute verkauften Pfeifen, ob handgemacht oder maschinell gefertigt, sind aus Bruyèreholz gefertigt. Erstmals wurde 1880 dieses sehr glutbeständige Holz von Pfeifenmachern aus dem französischen Juraort Saint-Claude zur Tabakspfeifenherstellung verwendet. Bruyère ist aus den Wurzelknollen der Erica arborea gefertigt, die meistens in mediterranen Gegenden wild wächst. Es weist eine Struktur auf, die abwechselnd aus festen Bestandteilen und solchen mit schwammigem Charakter besteht, die sehr viel Kondensat aufnehmen können. Es hat eine typische helle Holzfarbe, die mit Beizen und Lacken farblich verändert werden kann, ohne seine holztypischen Maserungen zu verlieren. Besonders hochwertige Pfeifen werden aus dem Randbereich der Wurzelknolle, dem sogenannten Plateau-Holz hergestellt, das meistens eine sehr schöne Maserung aufweist.Es wachsen mit der Zeit auch Steinchen und Sandkörner in das Holz ein, die später zu Kittstellen werden.

•Meerschaum
Die Meerschaumpfeife wurde in Europa erst im 18. Jahrhundert bekannt, aller Wahrscheinlichkeit nach war sie aber in der Türkei, dem Land, in dem dieses Material hauptsächlich vorkommt, bereits im 17. Jahrhundert in Gebrauch. Das Mineral Meerschaum, das ursprünglich Lüle Stein (Lületaş türk.) hiess, ist ein Tonmineral, chemisch analysiert ein Magnesiumsilikat, verwandt dem Magnesit, auch Sepiolith genannt. Die Eigenheit des Nachdunkelns im Zuge der ständigen Benutzung unterscheidet die Meerschaumpfeife von anderen Pfeifenmodellen.
Die Vorteile von Meerschaumpfeifen gegenüber Pfeifen aus Holz bestehen u.a. darin, das ein Einrauchen überflüssig wird, das sie Geschmacksneutral sind und das das Material (Meerschaum) überaus Feuerbeständig ist. D.h. ein Anbrennen einer solchen Pfeife ist theoretisch ausgeschlossen und es ist problemlos möglich eine solche Pfeife ohne dadurch entstehende Schädigungen heiss zu rauchen. Ein grosser Nachteil besteht allerdings darin, das Meerschaum ein sehr zerbrechliches Material ist (wiePorzellan).
Bereits im Jahre 1173 wurde Meerschaum in Eskisehir aus fossilen Kalksedimenten gewonnen, die rund 250 Kilometer von der Küste entfernt in Tiefen bis zu 250 Metern lagern. In der Antike wurde das Gestein zur Fertigung von Ornamenten verwendet. Erst im 17. Jahrhundert, nachdem der Tabak eingeführt war, wurde Meerschaum auch für die Herstellung von Pfeifen benutzt.
Die Flöze, die geeignet sind, liegen in Nordanatolien, man findet das Mineral aber auch in Tanganjika und in Italien, genauer, in den Magnesitgruben von Baldissero Canavese (Piemont).
Ein Abfallprodukt des Meerschaums ist Massa, eine Masse, die aus den Abfällen der Blöcke und einigen anderen Substanzen wie Gips und einem Bindemittel vermischt, zu entsprechenden Blöcken gepresst und zu Pfeifen verarbeitet wird. Die Pfeifen aus diesem Material sind daher – wie das Ausgangsmaterial selbst, etwas schwerer als der echte Meerschaum. Es werden auch Pfeifen aus Bruyéreholz angeboten, die einen Einsatz aus Meerschaum besitzen. Sie sind billiger und weniger empfindlich in der Handhabung.

•Calabashpfeifen (Kürbispfeifen)
Ebenfalls im Handel, aber sehr teuer und selten sind Calabash Pfeifen, die aus dem im südlichen Afrika wachsenden Calabash Kürbis hergestellt und mit einem Einsatz aus Meerschaum zu einer Pfeife werden. Die Calabash Pfeife hat einen stark geschwungenen Holm und einen konischen Pfeifenkopf.

•Glas
Handgeblasene Glaspfeifen sind eine der meistgeblasenen und eine der am aufwändigsten zu blasenden Werkstücke. Cannabis Glaspfeifen werden auch Bong genannt und fast ausschliesslich zum Rauchen von Cannabis genutzt. Glaspfeifen beeinträchtigen durch ihre Geschmacks und Geruchsneutralität den Rauch in keiner Weise. Jedoch kann das Glas im Gegensatz zu Holz, Ton oder Meerschaum das beim Rauchen entstehende Kondenswasser nicht aufnehmen, so dass dieses den Tabak oder das Cannabis durchfeuchtet und das Kondensat (Sud) in den Mund gelangen kann. Die Cannabispfeife ist nicht mit der orientalischen Shisha zu verwechseln.

•Shisha (Wasserpfeife)
Die Shisha, auch Wasserpfeife, ist keine typische Tabakspfeife. Um sie zu rauchen, werden neben dem speziellen Wasserpfeifentabak auch Wasser und Spezialkohle benutzt. Die Shisha entspricht im Aufbau eher einer chemischen Waschflasche als einer Tabakspfeife. Sie besteht aus mindestens vier Teilen: einem Gefäss, einer Rauchsäule, einem Topf und einem Schlauch. Das Gefäß wird Bowl oder Vase genannt. Es ist häufig verziert und besteht aus Glas oder Metall. Auf die Bowl wird die Rauchsäule gesteckt oder geschraubt. Sie ist im allgemeinen aus Metall, das mit Chrom oder Messing beschichtet wurde und ebenfalls verziert sein kann. Manche Rauchsäulen sind auch aus Holz gefertigt. Auf die Rauchsäule wird der Topf bzw. Kopf gesetzt. Es handelt sich dabei um ein kleines Gefäß aus Ton oder Metall, das an seiner Unterseite Löcher aufweist. An der Rauchsäule befindet sich ein oder mehrere „Rauchanschlüsse“ für die Schläuche mit Mundstücken.

•Imkerpfeife
Die Imkerpfeife ist keine Pfeife im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Rauchbläser. Ein Ventil im Inneren lässt nur das Pusten zu und verhindert das Ansaugen von Rauch. Das Inhalieren wäre auch nicht günstig, da als Rauchmaterial meistens kostengünstiges Material, wie Sägespäne, Gras, Rainfarn, morsches Weichholz (z.B. Pappel) verwendet wird. Die Imkerpfeife ist aus Haltbarkeits- und Gewichtsgründen meistens aus Aluminium gefertigt. Sie dient einzig dazu, mit Rauch die Stechbereitschaft der Bienen bei einem Eingriff des Imkers in den Bienenstock zu senken.

 

Pfeifen Herstellung
Die Kunst der Pfeifenherstellung Tabakspfeifen können von Maschinen hergestellt oder von Hand gefertigt werden, was sich im Verkaufspreis niederschlägt. Das wohl bekannteste Material aus dem Pfeifen hergestellt werden ist das Bruyère Holz.

Das Bruyère Holz wurde vor ungefähr 100 Jahren entdeckt und als das idealste Rohmaterial für die Herstellung einer guten Pfeife befunden. Die meistgeschätzten Eigenschaften des Bruyèreholzes sind die Härte und die Hitzebeständigkeit beim Rauchen von Tabak bis hin zu erlesenen Schönheit in der Maserung des Holzes.
Das Bruyère Holz wird aus dem sehr harten und trockenen Boden der schwer zugänglichen Bergregionen des Mittelmeeres ausgegraben. Die Wurzeln werden in Blöcke zersägt. Wenn die Blöcke eintreffen, befinden sie sich noch in einem sehr feuchten Zustand und müssen für ungefähr 6 Monate gelagert werden, bevor sie zur Herstellung von Pfeifen verwendet werden können.

1. Sägen der groben Umrisse des Pfeifenkopfes.
2. Beim Kopierfräsen erscheinen genauere Konturen des Kopfes.
3. Kontrolle und Sortierung der Rohköpfe nach Qualitätskriterien.
4. Das Zugloch wird gebohrt.
5. Das Mundstück aus hochwertigem Acryl mit eingepasstem Conex-System. Die innen konisch verlaufende Verbindungshülse gewährleistet den optimalen Sitz des Filters.
6. Nahtloses Verschleifen von Kopf und Mundstück. Für eine besonders samtige Oberfläche wird diese Präzisionsarbeit bis zu fünfmal wiederholt.
7. Sorgfältiges Beizen von Hand in mehreren Durchgängen und mit verschiedenen Farbtönen lässt die Maserung kontrastreich hervortreten.
8. Polieren des Pfeifenkopfes und des Mundstückes mit Wachs.
9. Auftragen der Einrauchpaste, so fängt der Genuss der Pfeife ohne lästiges Einrauchen schon beim ersten Zug an.
10. Die letzte Qualitätskontrolle. Zeigen sich hier kleinste Fehler, beginnt der lange Weg der Bearbeitung von vorne.

 

 

Pfeifen Mundstücke
Aus vier verschiedenen Materialien werden die meisten Pfeifen Mundstücke Hergestellt.
 

•Pfeifen Mundstücke aus Ebonit:

Ebonit wird auch als Hartgummi, Parakautschuk oder Vulcanit bezeichnet und ist das verbreitetste Mundstückmaterial. Sein besonderer Vorteil ist der eher weiche, zahnfreundliche Biss. Dafür oxidieren einige Sorten mit der Zeit und verfärben sich gelblich bis weiss. Eine Verfärbung kann verhindert werden, indem die Pfeife möglichst wenig der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt und zur Pflege Polierpaste verwendet wird.

•Pfeifen Mundstücke aus Acryl:

Acryl ist das am meisten verwendete Material für Pfeifen Mundstücke.
Acryl ist ein reiner Kunststoff, der zwar im Biss härter ist als Ebonit, dafür aber glänzend bleibt und nicht oxidiert. Die meisten Acrylmundstücke sind klassisch schwarz, können aber in beliebigen Farbtönen oder auch glasklar hergestellt werden. Mancher Pfeifenmacher verwendet gern auch marmorierte Mundstücke, um besondere Akzente zu setzen.

•Pfeifen Mundstücke aus Bernstein:

Bernstein wurde früher häufig für Mundstücke verwendet. Insbesondere alte Meerschaumpfeifen haben Mundstücke aus Bernstein.

•Pfeifen Mundstücke aus Horn:

Auch Horn wurde früher gern benutzt. Es beisst sich aber ziemlich schnell durch und wird heute daher lediglich für Zierelemente benutzt.

 

Pfeifentabak
Pfeifentabakblätter aus Pflanzen, die zuvor aus speziell veredelten anderen Tabaken gezogen wurden, werden oft noch aromatisiert und besonders behandelt. Es werden meistens getrocknete und fermentierte Burley- und Virginia-Tabake verwendet. Würzige Tabake, wie zum Beispiel orientalische und Balkan-Tabake wie Latakia (feuergeräucherter Würztabak aus Zypern oder Syrien), Perique (aus Louisiana) oder Tabake aus Afrika, Indien oder Südamerika sind teurer und werden oft zur Veredelung von hochwertigen Tabakmischungen verwendet.

Traditionell sind „amerikanische“ oder „dänische“ Tabake leicht aromatisiert, während „englische“ Tabake auf einer Mischung von natürlichen Virginia-Tabaken und orientalischen, würzigen und stark bis sehr starken Tabaken basieren. Diese Länderbezeichnungen sind lediglich auf die Art des Tabaks und auf die Aromatisierung bezogen, nicht auf die Herkunft oder das Herstellungsland. Ein Großteil der Pfeifentabake des europäischen Marktes wird heute in Dänemark oder Außenstellen dänischer Firmen wie Orlik, Stanwell und MacBaren unter verschiedenen Markennamen produziert und exportiert. In Deutschland sind bekannte Hersteller Planta Berlin, Pöschl und Kohlhase & Kopp. Der auch vielen Nichtrauchern bekannte typische „Pfeifentabakgeruch“ stammt von den aromatisierten „dänischen“ Sorten. „Englische“ Pfeifentabake kommen von ihrem Rauchgeruch starken Zigarren gleich. Neben diesen zwei Formaten ist in den 1990er Jahren ein Trend in Richtung sehr stark aromatisierter Tabake entstanden, die meistens mit künstlichen Fruchtaromen versetzt werden.

Pfeifentabak ist in verschiedenen Press- und Schnittarten auf dem Markt. Fast jeder Tabak wird individuell gemischt und anschliessend in grossen Platten erhitzt, gepresst, aromatisiert und gereift. Anschließend wird er meistens in eine der folgenden Schnittarten verarbeitet:

Heute sehr verbreitet ist Pfeifentabak, bei dem die Blätter zunächst stark gepresst und anschließend aufgelockert verpackt werden. (ready rubbed mixture) So lässt sich der Tabak ohne große Vorbereitung rauchen und er brennt leichter. Es gibt auch Tabake, die, ohne vorher gepresst zu werden, in dünne oder breitere Streifen geschnitten werden. Diese sind allerdings, abhängig von der Blattbreite, etwas schwerer zu rauchen und eher etwas für fortgeschrittene Raucher.

Die Mischungen werden in Weichpackungen (Pouches), meistens zu 50 Gramm, vereinzelt auch in 40-Gramm- oder 100-Gramm-Portionen, oder in vakuumversiegelten Dosen von 50 bis 500 Gramm angeboten. Letztere sind oft fast luftdicht wiederverschließbar. Zunehmend verbreitet sind auf dem Markt allerdings auch (undichte) Schmuckdosen mit Aufsteck/Klappdeckel, in denen der Tabak in einer versiegelten Schutzfolie verpackt ist. Nach Öffnung dieser Hülle bieten diese Dosen kaum Schutz gegen Austrocknung und Aromaverflüchtigung. Diese Art der Verpackung ist bei einigen Herstellern besonders für neueingeführte Modetabake beliebt.

Eine heute nur noch selten verarbeitete Tabakschnittart ist der Curly Cut. Als Curly Cut wird ein Tabak bezeichnet, dessen Mischung zu einem dünnen Strang gedreht und in kleine runde Scheiben geschnitten wird. Diese Scheiben können entweder in der Handfläche zerrieben werden, bevor sie geraucht werden oder ganz in die Pfeife gestopft werden.

Der ältere Flake Cut ist ein stark zusammengepresster Tabak, der in der Handfläche in die gewünschte Feinheit zerrieben und zerdrückt wird. Er kann auch lediglich passend geknickt in den Pfeifenkopf gegeben werden und auf diese Weise ganz geraucht werden. In der Herstellung wird der Tabakkuchen vor dem Pressen ohne weitere Aufbereitung in zwei Schneidevorgängen erst in Riegel, dann in rechteckige dünne Scheiben geschnitten und schliesslich in einer luftdichten, rechteckigen Metalldose verpackt. Die Entstehung dieser Tabakpresskunst ist auf die Rationierung der Seemannsverpflegung in der Schifffahrt zurückzuführen. Da für jede Person auf dem Schiff nur beschränkt Lagerungsraum zur Verfügung stand, begann man den Tabak auf ein möglichst kleines Volumen zu komprimieren. So tragen heute noch viele Flake-Sorten einen Namen, der mit der Schifffahrt in Verbindung steht, beispielsweise Royal Navy Flake. Flakes halten die Feuchtigkeit länger als fertiggeschnittene Mixtures und haben einen intensiveren Geschmack.

Von einigen Tabakmanufakturen wird der ungeschnittene Tabakkuchen als Plug verkauft, von diesem muss sich dann der Pfeifenraucher jeweils seine Portion abschneiden.

Der Cube Cut ist eine selten verkaufte Schnittform, bei der verschiedene Tabakblattsorten aufeinander gelegt werden. Diese werden wie beim Flake gepresst und in kleine Würfelchen (cubes) von jeweils nur wenigen Kubikmillimetern geschnitten. Diese Schnittsorte ist ebenfalls schwer zu rauchen, da die kleinen Tabakwürfel nur schwer verbrennen
 

 

Pfeifen einrauchen
Beim Pfeifen einrauchen entsteht eine gleichmässige Kohleschicht im Inneren der Rauchkammer und wird die Pfeife vor dem Verbrennen schützen und das Holz davor bewahren, den Geschmack und das Aroma des Tabaks mit unerwünschten Noten zu beeinträchtigen. Die wichtigste Regel beim Einrauchen einer Pfeife ist, die komplette Tabakfüllung rauchen, damit sich die Kohleschicht gleichmässig verteilt.

Den Tabak kompakt auf dem Boden des Pfeifenkopfs stopfen. Dabei die Pfeife nur zu einem Viertel füllen. Diese Füllung bei leicht zähem Zugwiderstand bis zum Ende rauchen, so dass eine dünne Kohleschicht am Pfeifenboden entsteht. Nach dem Abkühlen der Pfeife wird die Pfeife vorsichtig entleert und ausgeklopft und sollte ein paar Tage trocknen, um sich zu erholen.

Pfeife wieder vorsichtig gestopft. Diesmal jedoch sollte die Füllung ungefähr einen halben Pfeifenkopf ausmachen. Nachdem die Tabakfüllung bis zum Ende geraucht worden ist, die gesamte Asche entfernen und der Pfeife eine erneute Ruhepause gönnen.

Die Pfeife wird jetzt fast vollständig gestopft, und zwar bis auf etwa einen halben Zentimeter Abstand zum Rande des Pfeifenkopfs. Nach dem Ende dieses Rauchvorgangs ist somit einzig jener obere Rand des Pfeifenkopfs noch nicht eingeraucht. Weitere Ruhepause gönnen.

Jetzt wird die Pfeife vollständig gestopft, also bis zum Rand, um sie dann bis zum Ende zu rauchen. Nachdem die Asche entleert worden ist, zeigt sich eine dünne schwarze Kohleschicht an den Innenwänden des Pfeifenkopfs. Die Pfeife kann nun noch mehrere Male geraucht werden, bevor ein Zuviel an Kohleschicht von den Wänden entfernt werden sollte. Jetzt ist die Pfeife bereit zur dauerhaften Nutzung.

Ein erfahrener Raucher kann eine neue Pfeife einrauchen, indem er sie gleich bis zum Rand stopft. Verfährt jedoch ein Anfänger so, läuft er Gefahr, die Pfeife zu verderben.
Es soll Zeitgenossen geben, die beim Einrauchen einer neuen Pfeife beispielsweise eine dünne Schicht Honig auf die Innenwände des Pfeifenkopfs auftragen, um die Kohleschicht fester und ebenmässiger zu machen und das Pfeifenholz weniger zu beschädigen. Doch Vorsicht, die Verwendung von Zusatzstoffen kann eine ganze Reihe von Un­annehmlichkeiten zur Folge haben. Werden die Wände mit Honig be­strichen, verbrennen dessen Aroma und Geschmacksingredienzien, so dass nur verbrannter Zucker übrigbleibt, der auch dann noch an den Wänden haftet, wenn die Pfeife bereits vollständig eingeraucht ist. Eine nicht gerade erwünschte Nebenwirkung. Eine gleichmässige Kohleschicht auf den Wänden des Kopfes belegt die gelungene Einrauchprozedur. Jene Schicht sorgt für aromatisches und genussvolles Rauchen und schützt die Pfeife nachhaltig vor dem Verbrennen. Eine bereits eingerauchte Pfeife sollte jedoch nach wie vor mit einer gewissen Vorsicht behandelt werden. Nach jedem Rauchen verlangt die Pfeife nach Ruhe. Ein paar Stunden sind vollkommen ausreichend, um die Pfeife abkühlen und trocknen zu lassen.

Pfeifen mit sogenannter Einrauchpaste im Innenraum, die Pfeife vollständig gestopft, also bis zum Rand, um sie dann bis zum Ende zu rauchen. Hierbei sollte wohl aber die prinzipiell für alle Pfeifen geltende Empfehlung des kühlstmöglichen Rauchens befolgt werden. Generell schont kühles Rauchen nicht nur die Pfeife, sondern erhöht auch den Genuss. Lieber die Pfeife einmal ausgehen lassen, als die Aromen des Tabaks durch überhöhte Temperatur mitzuverbrennen. Je kühler und unsichtbarer der Rauch, desto reichhaltiger der Geschmack.

 

Pfeifen Stopfen
Zum Stopfen ein Pfeifenstopfer. Es gibt auch Pfeifenbesteck, bestehend aus Stopfer, Löffel und Dorn, die alles haben was der Pfeifenraucher benötigt.

Eine Pfeife wird in drei Stufen mit Tabak gefüllt. Die erste Lage Tabak lässt man in die Pfeife hineinrieseln, stopft leicht nach und fährt mit der zweiten Lage fort. Wieder vorsichtig nachstopfen und den entstandenen Freiraum mit Tabak auffüllen. Diesmal etwas stärker drücken, aber nur so stark, dass der unten liegende Tabak nicht zu fest gepresst wird. Zum Schluss sollte die Pfeife gut gefüllt sein und beim Ziehen einen leichten Widerstand erzeugen.

 

Pfeifen rauchen
Die Flamme wird gleichmässig über dem Tabak hin und her bewegt, wobei man gleichzeitig leicht an der Pfeife zieht. Nachdem der Tabak nun glimmt, zieht man noch einige Male und drückt dann die Glut mit dem Pfeifenstopfer behutsam hinunter. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Pfeife gleich wieder ausgehen kann, einfach die Asche etwas hinunterdrücken und die Pfeife erneut anzünden.
Geraucht wird eine Pfeife langsam und in ruhigen Zügen. Wird zu hektisch gezogen, wird der Pfeifenkopf heiss und der Tabak bitter. Sollte die Pfeife schlecht ziehen oder gurgeln, ist es empfehlenswert, sie zu leeren und neu zu füllen.
Ein Rauchgang dauert ca. 45 bis 90 Minuten. In dieser Zeit versucht man nun, die Pfeife am Brennen zu halten und den Tabak möglichst komplett zu verrauchen. Dazu wird die Glut immer wieder gefühlvoll hinuntergedrückt.

 

Pfeifen Reinigen
Ist die Pfeife fertig geraucht und erloschen, wird die Asche vorsichtig mit dem Pfeifenlöffel oder dem Dorn gelockert, ohne dabei die Kohleschicht im Pfeifenkopf anzukratzen. Um Speichel und Kondensat aufzunehmen, wird das Mundstück mit einem Pfeifenreiniger gereinigt.
Nach einer Stunde Auskühlung kann die Pfeife entleert und gereinigt werden. Zunächst wird der Pfeifenreiniger aus dem Mundstück entfernt und die Asche aus dem Kopf geschüttet. Achtung, die Pfeife nie auf einem harten Gegenstand ausklopfen, sondern nur leicht mit den Fingerspitzen antippen. Das Mundstück wird nun im Uhrzeigersinn aus der Pfeife gedreht und mit einem Pfeifenputzer gereinigt. Dabei führt man den Reiniger von der Bissseite her ein und bewegt ihn einige Male kräftig hin und her. Bei gebogenen Pfeifen kann der Reiniger leicht gedreht werden, damit er sich problemlos einführen lässt. Zum Schluss kurz das Mundstück durchblasen, um Fusseln zu entfernen.
Nun folgt die Reinigung des Pfeifenkopfes und des Holmes. Je nach Grösse der Holmbohrung werden ein oder zwei Pfeifenreiniger bzw. ein zusammengedrehter Reiniger in den Holm eingeführt, bis die Spitze der Kopfbohrung sichtbar ist. Dabei die gegenüberliegende Seite der Kopfbohrung mit dem Reiniger nicht berühren, da die schützende Kohleschicht verletzt würde und der Pfeifenkopf an dieser Stelle durchbrennen könnte. Danach wird der Reiniger direkt am Holm gegriffen und mehrmals hin und her bewegt.
Zum Schluss den Pfeifenkopf nochmals ausschütten und durchblasen. Das Mundstück wird nun wieder im Uhrzeigersinn eingedreht. Die Pfeife nun mindestens 24 Stunden ruhen lassen, so kann sie trocknen, und das Kondensat kann sich abbauen. Für den Pfeifenraucher lässt sich somit ableiten, wie viele Pfeifen er besitzen sollte: mindestens so viele, wie er an einem Tag rauchen möchte.

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